Volker Geyer (l-r), stellvertrender Vorsitzender dbb Beamtenbund, Nancy Faeser (SPD), geschäftsführende Bundesministerin für Inneres und Heimat, Karin Welge, Präsidentin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA, und Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sitzen bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder im Kongresshotel. 1 min
Video: Entwicklung im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst Bildrechte: picture alliance/dpa | Carsten Koall
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Heute ist die entscheidende Runde für Tarife im öffentlichen Dienst

MDR AKTUELL Sa 05.04.2025 11:04Uhr 00:48 min

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Gespräch über Schlichtung Tarifrunde bei Bund und Kommunen wird fortgesetzt

06. April 2025, 01:01 Uhr

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes gibt es in der finalen Runde noch keine Einigung. Die Beratungen in Potsdam zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften werden in der Nacht auf Sonntag fortgesetzt. Beide Seiten diskutieren über die Empfehlung der Schlichter. Sie sieht eine Gehaltssteigerung um knapp sechs Prozent in zwei Stufen vor. Sollte die Schlichtung scheitern, drohen Erzwingungsstreiks.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen hat die die entscheidende Runde noch keine Einigung erbracht. Nach Angaben von Teilnehmern ist frühestens am Sonntagvormittag ein Ergebnis zu erwarten. In der Nacht seien weitere Gespräche angesetzt, hieß es am späten Samstagabend von Arbeitgebern und Gewerkschaften. Doch seien erst für den Vormittag wieder die entscheidenden Tarifgremien einberufen.

Die Tarifparteien beraten in der vierten Verhandlungsrunde in Potsdam darüber, ob sie die Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission annehmen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte kurz vor Beginn, sie sei zuversichtlich. Am Samstagabend hieß es von beiden Seiten, man nähere sich sehr langsam der Zielgeraden. Die Verhandlungen seien konstruktiv.

Steigerung um knapp sechs Prozent

Die Schlichtung sieht vor, die Gehälter in zwei Stufen um insgesamt 5,8 Prozent anzuheben. Das Ganze bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 27 Monaten. Demnach sollen die Beschäftigten ab dem 1. April eine lineare Erhöhung von drei Prozent erhalten, mindestens aber 110 Euro monatlich. Ab 1. Mai 2026 solle eine Erhöhung um 2,8 Prozent folgen. Teil des Vorschlags sind auch flexiblere Arbeitszeiten und höhere Schichtzulagen.

Gewerkschaften wollten acht Prozent mehr

Verdi und der Beamtenbund hatten insgesamt acht Prozent mehr Lohn gefordert, mindestens aber eine Anhebung um 350 Euro. Die Arbeitgeber hatten mit Blick auf die klammen öffentlichen Kassen mit der Vorlage eines Angebots gezögert, dann aber ein Gesamtvolumen von 5,7 Prozent auf den Tisch gelegt.

Vom Ausgang der Tarifverhandlungen sind über 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst beim Bund und den Kommunen betroffen. Der Bund hat rund 132.000 Beschäftigte, die Kommunen etwa 2,6 Millionen. Die Länder sind aus der Tarifgemeinschaft mit Bund und Kommunen ausgetreten und verhandeln gesondert.

Erzwingungsstreiks drohen bei Nichteinigung

Die Verhandlungen waren Mitte März nach der dritten Runde für gescheitert erklärt und die Schlichtung eingeleitet worden. Verdi hatte zuvor in vielen Betrieben Warnstreiks organisiert, so etwa an Flughäfen, in Kitas, Kliniken und Pflegeheimen. Derzeit herrscht Streikpause. Im Fall eines Scheiterns der Schlichtung könnten Gewerkschaften sogenannte Erzwingungsstreiks einleiten. Diese wären unbefristet. Nötig wären 75 Prozent Zustimmung in einer Urabstimmung der Gewerkschaften.

Reuters/dpa/AFP (dni, dak)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 05. April 2025 | 13:00 Uhr

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