Sonderöffnungszeiten bis Sonntag Caspar David Friedrich in Weimar: Erfolgreiche Ausstellung endet
Hauptinhalt
28. Februar 2025, 15:30 Uhr
In Weimar endet am Sonntag die Ausstellung über Caspar David Friedrich, Goethe und die Anfänge der Romantik. Nach Angaben der Klassik Stiftung war die Schau ein großer Erfolg. Sie habe zahlreiches zufriedenes Publikum angezogen und sei in der Presse als wunderbarer Schlusspunkt des Caspar-David-Friedrich-Jahres gewürdigt worden. Der Erfolg hat auch Auswirkungen auf die weitere Arbeit der Thüringer Kulturinstitution. Bis Sonntag hat die Ausstellung verlängerte Öffnungszeiten.
- Die Ausstellung zu Caspar David Friedrich war mit mehr als 33.000 Besucherinnen und Besuchern ein großer Erfolg.
- Die Schau im Weimarer Schillerhaus zeigt, wie der Dichter Goethe den heute berühmten Maler Friedrich gefördert hat.
- Im Rahmen der Ausstellung wurden auch neu entdeckte Werke und Facetten beleuchtet.
Die Weimarer Ausstellung "Caspar David Friedrich. Goethe und die Romantik in Weimar", die am Sonntag endet, war aus Sicht der Klassik Stiftung ein großer Erfolg. Nach Angaben der Stiftung lockte die Schau 33.000 Interessierte an und sorgte für positive Resonanz. Bereits nach dem Eröffnungswochenende meldete die Stiftung einen Publikumsrekord. "Das hat schon mit der Vernissage begonnen, da sind unheimlich viele Leute gekommen, mit großem Interesse. Und das ist nicht abgebrochen", fasst Stiftungsdirektorin Annette Ludwig im Gespräch mit MDR KULTUR zusammen.
Beginn der Karriere von Caspar David Friedrich
Anlass für die Ausstellung war das große Jubiläumsjahr zum 250. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich mit großen Ausstellungen in Hamburg, Berlin und Dresden. In der Vorbereitungszeit hat Ludwig die Leitung der Stiftung übernommen: "Wir waren ja präsent, auch in den großen Friedrich-Ausstellungen. Und ich habe gedacht: Schade, dass wir selbst nichts machen." So entstand die Idee, eine Ausstellung über die komplizierte Beziehung zwischen Goethe und Friedrich zu entwickeln. Denn der gefeierte Dichterfürst hat den bewunderten Maler früh gefördert und ihm zum Karrierebeginn verholfen.
Das habe für viel Interesse gesorgt. Annette Ludwig betont, dass die Ausstellung als ein grandioser Schlusspunkt des Ausstellungsreigens wahrgenommen worden sei. Auch dass die Ausstellung trotz der Wintermonate, in denen in Weimar weniger Touristen seien, so viele Leute anziehen konnte, sei ein Beweis für den Erfolg und eine "Legitimation" für die Arbeit der Klassik Stiftung.
Wichtige Forschung in Weimar
Die Beschäftigung mit dem Künstler habe auch für einige Entdeckungen gesorgt, berichtet Ludwig: "Wir haben auch Forschungsfragen an unseren eigenen Bestand gestellt." Im Schillerhaus können Interessierte dafür auch Einblicke in die Arbeit der Restauratorinnen und Restauratoren erhalten. Da gebe es in Weimar viel Expertise für grafische Kunst, erklärt die Stiftungsdirektorin, mit der Zeichnungen schichtweise analysiert werden könnten.
In diesem Prozess hat die Stiftung auch ein neues Werk im eigenen Bestand gefunden, das aus Friedrichs Hand stammt. Bei einem anderen Werk dagegen stellte sich heraus, dass es dem Künstler zuvor fälschlicherweise zugeschrieben worden war. In einer neuartigen Kooperation hat die Klassik Stiftung gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz außerdem das sogenannte Karlsruher Skizzenbuch erworben, das nun nach New York zu einer Retrospektive gereist ist.
So lange hat die Ausstellung noch geöffnet
Die Ausstellung "Caspar David Friedrich. Goethe und die Romantik in Weimar" ist noch bis zum 2. März zu sehen.
Sonderöffnungszeiten zum Abschluss:
Freitag bis Sonntag, 9:30 bis 20 Uhr
Quelle: MDR KULTUR (Carolin Büscher), redaktionelle Bearbeitung: tsa, lig, hki
Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt | 28. Februar 2025 | 08:30 Uhr