Eine Mitarbeiterin der Bundespolizei hält an der Flugsteigkontrolle einen Beutel mit Fläschchen hoch
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Reisen Flüssigkeitsregeln bei Flugreisen wieder verschärft

21. August 2024, 21:02 Uhr

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und der Furcht vor flüssigen Sprengstoffen erließ die EU 2006 strenge Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck von Flugpassagieren. Eine neue Generation Scanner brachte Lockerungen. Doch nun gibt es Zweifel an deren Zuverlässigkeit und die Regeln sollen wieder verschärft werden.

Flugreisende müssen sich wieder auf strengere Flüssigkeitsregeln für das Handgepäck einstellen. Wie die Bundespolizei und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport mitteilten, dürfen Passagiere ab September Flüssigkeiten wieder ausschließlich in kleinen Behältern bis 100 Milliliter mit sich führen. Diese müssten zudem in einer durchsichtigen Tasche verpackt sein.

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Zweifel an Scanner-Technik

Die seit 2006 geltende Flüssigkeitsregel war für Airports ausgesetzt worden, wo das Gepäck mit CT-Scannern überprüft wird. Doch nun gibt es Zweifel bei der EU an der Zuverlässigkeit der neuartigen Gepäckscanner mit der aus der Medizin bekannten Computertomographie-Technik (CT).

Diese können in Sekundenschnelle dreidimensionale Bilder des Handgepäckinhalts herstellen, sodass die Flüssigkeitsregelungen überflüssig schienen. 

Nachrichten

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Leere Stühle, fast leere Gänge am Flughafen Dresden. Bildrechte: imago images/Thomas Eisenhuth

Neue EU-Vorgaben

Nach neuen Vorgaben der EU sind größere Flaschen wieder verboten. Behälter bis 100 Milliliter können im Handgepäck bleiben und müssen nicht extra ausgepackt werden. Auch elektronische Geräte können im Koffer bleiben. 

An den in Deutschland noch weit verbreiteten Kontrollspuren mit herkömmlichen Scannern müssen Elektronik und Beutel hingegen weiterhin ausgepackt und vorgezeigt werden. Ausgenommen von den Flüssigkeitsregeln sind Medikamente und flüssige Babynahrung. 

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 21. August 2024 | 13:00 Uhr

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