Die Schwimmhalle in Weißenfels
Die Schwimmhalle Weißenfels ist seit 2020 wegen andauernder Komplikationen bei Bauarbeiten geschlossen. Bildrechte: picture alliance/dpa/Heiko Rebsch

Aktuelle Studie Viele kommunale Sportstätten in marodem Zustand

12. Januar 2025, 12:59 Uhr

Der Zustand vieler kommunaler Sportstätten in Deutschland ist derart schlecht, dass einzelne Sportangebote gar nicht mehr stattfinden können. Einer Studie zufolge ist vor allem der Schwimmsport betroffen.

In Deutschland sind viele kommunale Sportstätten in einem besorgniserregenden Zustand. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) hervor, aus der die "Funke-Medien" berichten. Demnach sind in 40 Prozent der befragten Kommunen die Anlagen derart baufällig, dass einzelne Sportangebote gar nicht mehr stattfinden können.

Schwimmsport besonders betroffen

59 Prozent der befragten Städte, Gemeinden und Landkreise nannten den Investitionsrückstand "gravierend" oder "nennenswert". Bei Hallenbädern sagten das dem Bericht zufolge sogar 62 Prozent. In der Folge sei der Schwimmsport besonders betroffen. Sollte sich die Lage nicht bessern, müsste laut der Erhebung in den kommenden drei Jahren fast jedes siebte kommunale Hallenbad (über 13 Prozent) und jedes sechste Freibad (fast 16 Prozent) geschlossen werden, so der Zeitungsbericht weiter.

Städte und Gemeinden sehen "dramatische" Entwicklung

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) bezeichnete die Entwicklung gegenüber den Funke-Zeitungen als "dramatisch". DStGB-Hauptgeschäftsführer André Berghegger nannte die drohende Schließung von Sportstätten "ein fatales Signal an den Breitensport und den Schwimmunterricht". Er forderte von Bund und Ländern eine "Investitionsoffensive in die Sportinfrastruktur".

307 Kommunen im KfW-Auftrag befragt Die Difu-Studie wurde im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt. Für die Erhebung wurden im Oktober des vergangenen Jahres 307 Städte, Gemeinden und Landkreise zur Situation der kommunalen Sportanlagen befragt. Die Erhebung sei zwar nicht bundesweit repräsentativ, vermittele jedoch einen belastbaren Eindruck der kommunalen Wahrnehmung, erklärte die KfW.

AFP/epd (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 12. Januar 2025 | 07:30 Uhr

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