Vor dem Schwerlast-Test Elbbrücke in Bad Schandau: 50 kleine Sensoren messen mögliche Brüche
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26. Februar 2025, 18:39 Uhr
An der gesperrten Elbbrücke in Bad Schandau werden derzeit 50 Sensoren angebracht, die mit Mikrofonen versehen sind. So können Spanndrahtbrüche festgestellt werden, erklärte Lars Rossmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr im MDR-Interview.
Die sogenannten Körperschallmikrofone nehmen die Geräusche auf, falls es zu Brüchen kommt, sagte er. "Wir wollen nicht nur wissen, dass etwas in der Brücke kaputt ist, sondern es auch lokalisieren. Deswegen sind es so viele Mikrofone." Die Messungen seien erforderlich, um zu entscheiden, ob die Brücke eventuell wieder freigegeben werden kann.
Freigabe für Schwerlastverkehr ausgeschlossen
Im April soll dann mit einem Schwerlasttransport die Tragfähigkeit der Brücke getestet werden, sagte Stephan Berger vom Infrastrukturministerium Sachsen. Wenn die Messungen positiv verlaufen, könnte die Sperrung der Elbquerung begrenzt aufgehoben werden.
Wir rechnen damit, dass die Brücke für Pkw, Radfahrer und Fußgänger genutzt werden kann.
Auch Gewerbetreibende und möglicherweise auch der ÖPNV sollen die Brücke nutzen können. Für den Schwerlastverkehr schließt Berger die Nutzung hingegen aus. Die Brücke habe jedoch kleine Zukunft: "Fakt ist, dass wir die Brücke perspektivisch abreißen und durch einen Neubau ersetzen."
Brückensperrung ist erhebliche Belastung für Region
Die Elbbrücke wurde im November nach einer Sonderprüfung aus Sicherheitsgründen für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Sperrung der Brücke stellt eine erhebliche Belastung für die Region dar, da die nächste Elbüberquerung erst rund 20 Kilometer entfernt in Pirna liegt.
MDR (phb)
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 26. Februar 2025 | 15:30 Uhr
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