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Industriestandort verlässt Sachsen Bremsenhersteller verlagert Produktion von Dresden nach Polen
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25. Februar 2025, 13:01 Uhr
Der Bremsenproduzent Knorr beschäftigt 60 Menschen am Standort Dresden. Nun sollen zwei Drittel ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Beschäftigten haben sich gegen die Stellenkürzungen gewehrt. Der Betriebsrat sagt: Die wirtschaftlichen Zahlen sprächen gegen eine Verlagerung.
Die Produktion des Bremsenherstellers Knorr in Dresden soll nach Polen verlagert werden. Das hat der Mutter-Konzern MDR SACHSEN bestätigt. 40 Arbeitsplätze gingen dadurch noch in diesem Jahr in Dresden verloren, heißt es in einer Mitteilung.
Man sei laut Firmenleitung in Gesprächen mit dem Betriebsrat und den betroffenen Beschäftigten. Demnach sollen faire und verantwortungsvolle Lösungen für die von einer Kündigung betroffenen Mitarbeitenden gefunden werden.
Einige Mitarbeitende behalten Arbeit
Die Tochterfirma in Dresden wird den Angaben zufolge nicht geschlossen. Dazu heißt es: "Der Heine-Hauptstandort in Dresden wird ausdrücklich nicht geschlossen. Heine hat eine klare Zukunft in Dresden." 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden dort weiter unter anderem in der Verwaltung, Entwicklung und im Vertrieb tätig sein.
Der Heine-Hauptstandort in Dresden wird ausdrücklich nicht geschlossen. Heine hat eine klare Zukunft in Dresden.
Kosten reduzieren, um wettbewerbsfähiger zu sein
Die Produktionsverlagerung begründet Knorr mit den aktuellen Marktbedingungen und dem Wettbewerbsdruck. Das Unternehmen wolle Kosten senken, um wettbewerbsfähier zu sein. Knorr ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen. Das Unternehmen beschäftigt demnach 32.000 Mitarbeitende an mehr als 100 Standorten in 30 Ländern.
Betriebsrat: Beschäftigte mit Verlagerung nicht einverstanden
Beschäftigte des Dresdner Werks demonstrierten zusammen mit der IG Metall Dresden und Riesa am vergangenen Donnerstag gegen den Stellenabbau. "Wir finden, dass Knorr Bremse sich auch Produktionsarbeitsplätze in Deutschland leisten kann", sagte der Betriebsrat bei Knorr Bremse in München und Konzernbetriebsrat, Werner Ratzisberger, in einer Mitteilung der IG Metall Dresden und Riesa.
Wir finden, dass Knorr Bremse sich auch Produktionsarbeitsplätze in Deutschland leisten kann.
Die Belegschaft sei nicht mit der Verlagerung der Arbeitsplätze nach Polen einverstanden, erklärte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Heine Resistors, Philipp Gola. Dazu sagte er in der Mitteilung: "Die wirtschaftlichen Zahlen der letzten Jahre geben das nicht her. Wir werden uns auch mit anderen Standorten gemeinsam gegen die Verlagerung nach Polen wehren."
MDR (phb/msk)
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 25. Februar 2025 | 10:30 Uhr
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