Mitarbeiter einer Firma zur Bergsicherung arbeiten in einem Areal in einem Waldstück
Ein in einem alten Bergwerksstollen im Erzgebirge mutmaßlich verschwundener Mann bleibt vermisst. Bildrechte: picture alliance/dpa/TNN | Mike Müller

Rettungseinsatz Frohnau Suche im Bergwerks-Stollen bislang erfolglos: Polizei prüft Einsatz von Leichenspürhund

11. Oktober 2024, 16:17 Uhr

Seit Tagen suchen Polizei, Feuerwehr, Bergwacht und das THW einen vermissten Mann im Erzgebirge. Bislang ohne Erfolg. Am Donnerstag kamen dabei Spezialgeräte und Hunde zum Einsatz. Einen Tag später schwindet die Hoffnung, den 34-Jährigen lebend zu finden.

Die Suche nach einem vermissten Mann im Erzgebirge wird zum Wettlauf mit der Zeit. Aufgrund der Umstände liege der Verdacht nahe, dass er tatsächlich in den Bergwerkstollen eingedrungen sei, sagte die Chemnitzer Polizeisprecherin Jana Ulbricht. Man müsse sich nun mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass der Mann nicht mehr am Leben sei, wenn er unter Tage gefunden werde. Derzeit prüfe man, ob nun ein Leichenspürhund zum Einsatz kommt. 

Das THW habe sowohl per Videoendoskopie als auch mit einem akustischen Ortungsgerät nach dem Vermissten gesucht. Zunächst sei zwar ein Raum im Stollen gefunden worden. Der Mann sei dort aber nicht aufgefunden worden, hieß es. Am Donnerstag hat auch eine Hundestaffel im Umfeld nach einer Fährte des Vermissten gesucht, wie eine THW-Sprecherin MDR SACHSEN sagte.

Bildergalerie Suche nach vermisstem Mann: THW und Feuerwehr im Erzgebirge im Einsatz

Mitarbeiter einer Firma zur Bergsicherung arbeiten in einem Areal in einem Waldstück
In dem alten Bergwerksstollen im Erzgebirge bei Frohnau wird nach einem Mann gesucht, der als sogenannter Schwarzbefahrer unterwegs war. Bildrechte: picture alliance/dpa/TNN | Mike Müller
Mitarbeiter einer Firma zur Bergsicherung arbeiten in einem Areal in einem Waldstück
In dem alten Bergwerksstollen im Erzgebirge bei Frohnau wird nach einem Mann gesucht, der als sogenannter Schwarzbefahrer unterwegs war. Bildrechte: picture alliance/dpa/TNN | Mike Müller
Einsatzkräfte
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um bei der Suche nach dem Vermissten zu helfen. Bildrechte: Niko Mutschmann
Einsatzkräfte
Rettungskräfte suchen seit Tagen ein stillgelegtes Bergwerk nach dem Mann ab. Bildrechte: Niko Mutschmann
Einsatzkräfte im nächtlichen Wald
Er soll den Angaben der Polizei zufolge in einen Stollen abgestiegen sein. Bildrechte: Niko Mutschmann
Flutlichter und Absperrband in Waldstück
In der Nähe des Schachts wurden ein Fahrrad und ein Rucksack gefunden. Bildrechte: Niko Mutschmann
Suchhunde
Am Donnerstag wurde die Hundestaffel zum Einsatz hinzugezogen. Bildrechte: Niko Mutschmann
Einsatzkräfte mit Suchhund
Die Tiere sollen bei der Suche helfen. Bildrechte: Niko Mutschmann
Einsatzkräfte des THW
Auch das THW ist am Einsatzort bei Annaberg-Buchholz. Bildrechte: Niko Mutschmann
Mitarbeiterin des THWs
Unter anderem wird nun mit einem Endoskop nach dem Mann gesucht. Bildrechte: Niko Mutschmann
Bildschirm einer Suchkamera zeigt Einsatzfahrzeuge.
Damit können Bilder von unter Tage und an unzugänglichen Stellen gemacht werden. Bildrechte: Niko Mutschmann
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Bislang keine Spur von Vermisstem

Wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN sagte, wurde nicht nur im Stollen, sondern auch im Umfeld des Vermissten gesucht. "Wir haben mögliche Aufenthaltsorte des Vermissten abgesucht", so die Sprecherin. Da der Mann auch dabei nicht gefunden worden sei, gehe man weiter davon aus, dass er sich in dem Bergwerksstollen befindet.

Ein Arbeiter schaut in einen Schacht. 2 min
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2 min

MDR SACHSENSPIEGEL Do 10.10.2024 19:00Uhr 01:59 min

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Video

Verdächtiger Gegenstand war explosiv

Im Wald bei Annaberg-Buchholz waren bereits am Mittwoch Feuerwehr, Rettungskräfte und die Bergwacht im Großeinsatz. Bei der Suche nach dem vermissten Mann entdeckten sie unter Tage einen verdächtigen Gegenstand.

Experten des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) prüften den selbstgebauten zylinderförmigen Metall-Gegenstand. Dafür wurde das verschweißte Objekt aufgeschnitten. In dem Zylinder befand sich ein "Explosivstoff". Über Art und Menge sei noch nichts bekannt. Der Zylinder sei in einem nahegelegenen Steinbruch gesprengt worden.

Polizei sucht 34-Jährigen im Schacht

Die Polizei sei zwar nicht absolut sicher, dass sich der gesuchte Mann tatsächlich in dem Berg aufhalte. Es gebe aber Hinweise, die darauf hindeuteten. Ein Rucksack und ein Fahrrad eines 34 Jahre alten Mannes wurden am Mittwoch am Eingang des stillgelegten Bergwerks gefunden. Anwohner verständigten die Polizei.

Es gebe auch keine Vermisstenmeldung. Der Gesuchte soll dafür bekannt sein, als sogenannter Schwarzbefahrer hobbymäßig im Stollen ohne Erlaubnis nach Mineralien zu suchen.

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MDR (lam/mwa/kk/tob/kbe)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 10. Oktober 2024 | 05:30 Uhr

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