
Brandbekämpfung Magdeburger Hochschule: Drohnen löschen Waldbrände
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29. März 2025, 11:00 Uhr
Ein Drohnenschwarm soll selbstständig einen Waldbrand aus der Luft bekämpfen – daran arbeiten Magdeburger Forscherinnen beim Projekt "Peelikan". Vor allem auf Truppenübungsplätzen wäre der Einsatz interessant.
Es könnte ein so gut wie vollautomatischer Kreislauf sein: Mit vollgeladenem Akku und Löschmitteltank starten Drohnen von einer mobilen Basisstation zu dem bis zu fünf Kilometer entfernten Brandherd. Dort werfen sie ihre Ladung ab und kehren anschließend zur Basis zurück, wo sie sich erneut aufladen und dann zu einer weiteren Runde starten. Bis zu 140.000 Liter Löschmittel könnten auf diese Weise innerhalb von 24 Stunden über einem Feuer ausgebracht werden, so der Plan des Forschungsprojekts "Peelikan".
Prototyp: Fünf Löschdrohnen können in praktischen Experimenten erprobt werden
Insgesamt sechs Partner sind an dem Projekt beteiligt, das von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) geleitet wird. An der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet Professorin Stefanie Schubert-Polizin mit ihren Mitarbeitern Anna Ilic und Paul Lieten daran, wie die Effektivität des Löscheinsatzes verbessert werden kann. In Simulationen hat das Team berechnet, wie sich das abgeworfene Löschmittel im Flug verhält. "In einer Strömungssimulation habe ich einen Zulauf an Wasser und lasse das nach unten auf eine Bodenplatte laufen. So kann ich erkennen, wie sich das Wasser im Flug verteilt und kann je nach Versuch die Wetterbedingungen, wie beispielsweise Windstärke, einstellen", erklärt Ana Ilic.
Fünf Prototypen stehen derzeit für praktische Tests der Technik und des Einsatzkonzepts zur Verfügung. "Aktuell testen wir mit fünf Drohnen in einem Schwarm und untersuchen die Flugmanöver oder ihre Anordnungen. Mit knapp 100 Kilo verhalten sie sich selbstverständlich anders als herkömmliche Drohnen und müssen im Flug immer wieder kalibriert werden, damit sie ihre Position halten können", sagt Paul Lieten.
Peelikan: Forschungsprojekt läuft noch bis Ende April
Bis Ende April läuft das Forschungsprojekt aktuell noch. Fertig entwickelt könnten die Drohnen vor allem dort einen großen Unterschied machen, wo der Zugang für Menschen sehr schwierig ist. Auf Truppenübungsplätzen, auf denen unter heißen und trockenen Bedingungen im Sommer immer wieder Munitionsrückstände in Brand geraten, dürfen Feuerwehrleute aufgrund der Gefahr für Leib und Leben oft nicht eingesetzt werden. Drohnen wären hier eine Möglichkeit, Brandherde direkt zu erreichen und Feuer frühzeitig einzudämmen.
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 24. März 2025 | 22:00 Uhr
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