Wissen-News "Weltraumhymne" Donauwalzer wird ins All gesendet
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11. März 2025, 15:31 Uhr
Science-Fiction-Fans verbinden den Donauwalzer nicht nur mit der schönen blauen Donau, sondern vor allem mit dem 1968 erschienenen Filmklassiker "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick. Zum 200. Geburtstag von Komponist Johann Strauß (Sohn) und zum 50. Geburtstag der Europäischen Weltraumorganisation Esa soll nun das nachgeholt werden, was die Nasa 1977 vergaß: die "Weltraumhymne" Donauwalzer ins All zu schicken.
Daa-daa-daa-dam da-dam da-dam.
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Woran denken Sie, wenn Sie den Donauwalzer hören? Für Brian W. Cook ist die Sache klar: "An den Weltraum." Brian Cook ist allerdings auch als Regisseur und Produzent im Filmgeschäft tätig und hat oft mit Stanley Kubrick zusammengearbeitet, dem Regisseur, der 1968 den Sci-Fi-Klassiker "2001: Odyssee im Weltraum" schuf und da eben jenen Donauwalzer bei einer ikonischen Szene in der Schwerelosigkeit des Weltraums einsetzte.
Wenn wir nun annehmen, dass es nicht nur Filmschaffenden wie Brian W. Cook, sondern auch Millionen Science-Fiction-Fans so geht, dass sie den Donauwalzer mit dem Weltraum verbinden, dann kann man bei dem Musikstück von Johann Strauß (Sohn) vielleicht wirklich von der "inoffiziellen Weltraumhymne" sprechen. Zumal auch schon ein schwereloser Homer Simpson im Dreivierteltakt mit dem Mund nach Kartoffelchips schnappte und selbst die echten Besatzungen der Internationalen Raumstation ISS den Donauwalzer schon oft zu hören kriegten. Donauwalzer und Weltraum – das passt schon.
Johann Strauß fehlt noch im All
Nun ist es keine ganz neue Idee, Musik ins All zu bringen. Die Nasa hat 1977 die Weltraum-Sonden Voyager 1 und 2 auf die Reise geschickt, mit dabei eine Goldene Schallplatte mit den "Sounds of Earth", den Klängen der Erde – für den Fall, dass Außerirdische einen Plattenspieler haben. Neben Alltagsgeräuschen waren auch einige Musikstücke auf der Platte. Von Bach, Mozart und Beethoven – aber nicht von Johann Strauß. Diese "Scharte" soll nun ausgewetzt werden.
Walzerkönig Johann Strauß (Sohn) würde in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiern. Und die Europäische Weltraumorganisation Esa feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Also tun sich die Strauß-Stadt Wien und die Esa zusammen und holen das nach, was ihrer Meinung nach 1977 versäumt wurde: Sie bringen den Donauwalzer ins All. Die Wiener Symphoniker spielen das Stück am 31. Mai im Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien. Eine "Deep-Space-Antenne" der Esa wird das Signal dann ins All funken. Oder wie es auf der Internetseite des Projekts heißt, "wird der Donauwalzer in die unendlichen Weiten des Weltalls gesendet, um dort als ewige musikalische Verbindung zwischen der Menschheit und möglichem außerirdischen Leben zu erklingen."
Links / Studien
Projektseite "Waltz into Space" der Stadt Wien
(rr)
Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 11. März 2025 | 12:03 Uhr
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