Dienstag, 25.03.2025: Entschiedenes Hoffen
"Vorfreude schönste Freude, Freude im Advent." Na, da hat sich wohl einer in der Jahreszeit vertan, mag jetzt so mancher gerade denken. Mitnichten möchte ich behaupten. Mitten im beginnenden Frühling darf genau heute Vorfreude das Thema sein. Die Natur bricht neu auf, es sprießt und blüht an allen Ecken und mit ihr hält eine besondere Einstellung zum Leben Einzug.
Beim heutigen 25. März handelt es sich im christlichen Kalender um einen Festtag. Ein Tag, der auf den Advent hinweist. Sein Thema nimmt damit gewissermaßen bereits im Frühling seinen Anfang. Lukas weiß im Kapitel zwei seines Evangeliums davon zu berichten, dass Gabriel der Engel des Herrn eine junge Frau Namens Maria aufsucht und ihr davon berichtet, dass sie ums Jahr Mutter werden wird.
Die Gefühlswelt von Maria können viele Eltern nachvollziehen. Eine Schwangerschaft, Familienzuwachs und die ganze Welt, die dem neuen Erdenbürger vor die Füße gelegt ist. Eine aufwühlende Erfahrung. Da sind Angst und Sorgen Partner von Freude und Hoffnung. So auch bei Maria.
Auf den ersten Schreck überwiegt dann aber doch die Vorfreude auf dieses Ereignis bei ihr. Sie entscheidet sich für den hoffnungsvollen Blick in die Zukunft im Vertrauen auf Gott.
Mit Hoffnung erwartungsvoll Kommendes in den Blick nehmen, ist eine besondere Lebenssicht. Als Vorfreude wird sie deutlich. Ich kann mich aktiv entscheiden, wie ich auf zukünftige Tage schaue. Diese Entscheidung beeinflusst nicht nur mein Denken, sondern auch mein Handeln.
Als hoffnungsvoll in die Zukunft Schauender suche ich aktiv danach und setze mein Möglichstes daran, das Wirklichkeit wird, was ich von den Tagen vor mir erhoffe. Ich freue mich auf das, was kommt bereits jetzt und nicht erst, wenn es da ist. Vorfreude ist die schönste Freude, denn sie ist schon hier und jetzt Wirklichkeit.