Geflüchtete Streit um Sporthalle an Erstaufnahmeeinrichtung Suhl weiter ungelöst

16. November 2023, 11:29 Uhr

Aktuell steht die Sporthalle auf dem Friedberg in Suhl leer. Flüchtlingshelfer möchten sie für Sport mit Kindern und Jugendlichen nutzen. Die Stadt verlangt dafür aber zunächst Miete vom Land.

Von Stadt Suhl gesetzte Frist für Anmietung verstrichen

Im Streit zwischen der Stadt Suhl und dem Land Thüringen um eine Turnhalle für die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Friedberg ist keine Lösung in Sicht. Eine von der Stadt gestellte Frist ist am Mittwoch ohne Ergebnis verstrichen.

Suhl will, dass das Land die leer stehende Halle für die Flüchtlinge anmietet - für symbolische 100 Euro pro Monat und unter der Prämisse, dass das Land für sämtliche Nebenkosten aufkommt. Andernfalls will die Stadt die Turnhalle verkaufen.

Derzeit sind die Türen der Turnhalle gegenüber der Erstaufnahmeeinrichtung verriegelt. Suhl hatte die Halle vor zwei Jahren aus finanziellen Gründen geschlossen.

Kein Sportangebot für Kinder und Jugendliche möglich

Das Migrationsministerium teilte mit, man warte darauf, dass Suhl eine Nebenkosten-Aufstellung schickt. Laut Suhls Oberbürgermeister Andre Knapp ist das Papier aber längst übermittelt worden.

Unverständnis über diese unklaren Vorgänge herrscht derweil bei den ehrenamtlichen Helfern. Sie kämpfen dafür, dass die Halle wieder geöffnet wird. Ihren Angaben zufolge leider unter dem Hin und Her insgesamt 237 Kinder und Jugendlichen, die weiter keine Möglichkeit haben, in der Halle Sport zu treiben.

Im Sommer waren die Ehrenamtlichen mit den Kindern nach draußen ausgewichen. Dies sei im Winter schwierig, berichteten die Freiwilligen. Außerdem würden sie gerne eine Weihnachtsfeier in der Halle organisieren.

Kosten für Sicherheitsdienst weiter offen

Zudem wartet die Stadt Suhl weiterhin auf eine verbindliche Antwort des Landes zur Übernahme von Sicherheitskosten.

Laut Oberbürgermeister André Knapp (CDU) hat die Landesregierung noch keine Lösung für den Sicherheitsdienst in den Bussen zur Erstaufnahme präsentiert. Die Stadt fordert, dass das Land die Kosten dafür übernimmt.

In den vergangenen drei Jahren sind laut Knapp 330.000 Euro dafür angefallen. Anfang November überreichten mehrere Stadträte eine entsprechende Rechnung an Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff (Linke). Hoff hatte bei der Übergabe gesagt, er sei zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird.

Der Sicherheitsdienst wurde eingesetzt, weil es immer wieder Zwischenfälle mit Asylsuchenden in Bussen gegeben hatte.

MDR (med, mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 15. November 2023 | 19:00 Uhr

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