Bilanz Rund 32 Millionen Euro durch Temposünder in Thüringen
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26. Dezember 2024, 09:22 Uhr
Im Jahr 2024 haben Temposünder rund 32 Millionen Euro in die Thüringer Landeskasse gespült. Im Vergleich zu 2023 sind laut Polizei Einnahmen durch Raser aber zurückgegangen. Auch die Anzahl der Bußgeldverfahren ist gesunken.
Die Landespolizei Thüringen erwartet für 2024 etwas geringere Einnahmen bei Bußgeldern für Raser. Wie Pressesprecher Patrick Martin MDR THÜRINGEN sagte, sind zehn Prozent weniger Verkehrsdelikte geahndet worden als im Vorjahr. Dennoch spülten Temposünder rund 32 Millionen Euro in die Landeskasse. Das sei eine halbe Million Euro weniger als im Vorjahr.
154.000 Verfahren in Thüringen
Die insgesamt 154.000 Verfahren sorgen wie schon im Vorjahr für längere Bearbeitungszeiten in der Bußgeldstelle Artern (Kyffhäuserkreis), so Martin. Zwischen Verstoß und Bußgeldbescheid vergehen im Schnitt 39 Tage. Bei schweren Verstößen müsse besonders darauf geachtet, dass die Verjährungsfrist von 90 Tagen nicht eintritt.
Den Spitzenwert bei den Rasern erzielte in diesem Jahr ein Autofahrer auf der A71. Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 fuhr er mit 199 Kilometern pro Stunde durch die Radarfalle. Den Fahrer erwarten 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.
Thüringer Polizei hat mehr als 100 Blitzer
Die Bußgelder fließen in den allgemeinen Landeshaushalt. Die Thüringer Polizei hat insgesamt mehr als 100 mobile und stationäre Blitzer sowie Laser-Messgeräte. Neu ist ein wie ein Anhänger aussehender "Panzer-Blitzer". Fast 695.000 Vorgänge sind 2024 von diesen Messgeräten erfasst worden. Im Jahr zuvor waren 50.000 weniger.
Bußgelder für Temposünder aus dem Ausland landen überwiegend im Bundeshaushalt und werden vom Bundesamt für Justiz eingetrieben.
Alle Angaben der Polizei beziehen sich auf den Zeitraum der Monate von Januar bis November.
MDR (cg/jn)
Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. Dezember 2024 | 08:00 Uhr