Unterbrechung Wieder Spannstahl in Carolabrücke gebrochen - Schifffahrt ruht

28. Februar 2025, 18:41 Uhr

An der Carolabrücke hat es in der Nacht zu Donnerstag einen weiteren Spannstahlbruch gegeben - dieses Mal im Bereich über dem Elbpfeiler auf der Altstädter Seite, auf der sogenannten C-Achse. Deshalb sei die Schifffahrt wieder für 72 Stunden ausgesetzt worden, teilte die Stadtverwaltung Dresden mit.

Blick auf den Brückenzug der teileingestürzten Carolabrücke auf der Neustädter Seite der Elbe.
Der idyllische Blick übers Elbwasser zur teileingestürzten Carolabrücke in Dresden trügt: Der eingestürzte Strang scheint in Bewegung zu sein. Bildrechte: picture alliance/dpa | Robert Michael

Schifffahrt 72 Stunden lang unterbrochen

Wenn bis Sonntagabend kein weiterer Bruch verzeichnet werde, können einzelne kontrollierte Durchfahrten wieder zugelassen werden. Dazu sei die Stadtverwaltung im Austausch mit dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe. Bereits am 19. Februar hatten Schallsensoren Alarm geschlagen und einen Spanndrahtbruch gemessen. Auch damals war die Durchfahrt für Schiffe unterbrochen worden.

Seit Ende Januar konnten angemeldete Binnenschiffe einzeln unter der teileingestürzten Brücke hindurchfahren.

Was reißt denn im Brückenteil? - Die Brüche werden von einer sogenannten Spannungsrisskorrosion ausgelöst, die auch als Hauptursache für den Einsturz des Brückenzugs C im September 2024 gilt.
- Im Beton der Brücke sind viele Spannstahlglieder verbaut worden. Wenn zu viele davon ihnen reißen, wirkt sich das auf die Tragfähigkeit aus.

Fachleute begutachten eine Bruchstelle an der eingestürzten Carolabrücke. 5 min
Bildrechte: picture alliance/dpa | Robert Michael

Carolabrücke wird abgerissen

Anfang der Woche hatte die Stadt Dresden bekanntgegeben, dass sie eine Firma mit dem Abriss der noch stehenden Teile der Carolabrücke beauftragt habe. Das Unternehmen soll die Brückenzüge A und B abreißen.

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Die Abrissarbeiten an der Carolabrücke sind erneut gestoppt. mit Audio
Die Abrissarbeiten an der Carolabrücke ziehen sich bereits seit fast einem halben Jahr. Weil sich der Zustand der noch stehenden Brückenteile verschlechtert hat, verzögert sich der Abriss weiter. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO/Lurisu

MDR (kk)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 28. Februar 2025 | 15:30 Uhr

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