In Transnistrien, einer abtrünnigen Provinz der Republik Moldau, hinterlässt der Krieg Russlands gegen die Ukraine seit Anfang des Jahres direkte Spuren: die Menschen frieren in dem Gebiet östlich des Dnestr. Betriebe und Fabriken mussten ihre Produktion herunterfahren. Denn die Ukraine beendete die Durchleitung von russischem Gas. Russland seinerseits beendete Gaslieferungen nach Moldau. Während die Republik Moldau von der EU mit einem Zweijahresplan in Höhe von 250 Millionen Euro unterstützt wird, bleibt es in Transnistrien unklar, wie es weitergeht. Und die Krise zeigt, wie tief die Gräben zwischen dem pro-russischen Transnistrien und der westlich orientierten Republik Moldau sind. – Mila Corlateanu und Dörte Hanisch berichten.