Online-Versandhandel Streit um Tarifvertrag bei Zalando in Erfurt
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03. April 2025, 18:26 Uhr
Am Zalando-Standort in Erfurt streiten Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi über einen Tarifvertrag. Wie Matthias Adorf von Verdi MDR THÜRINGEN sagte, lehnt der Arbeitgeber bisher ab, die Erfurter Beschäftigten nach dem Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels zu vergüten.
Zalando verweigere Tarifverhandlungen. Ziel der Gewerkschaft ist laut Adorf ein sogenannter Anerkennungstarifvertrag, auch ein Haustarifvertrag sei möglich. Am Samstag tage die Tarifkommission. Dann werde über einen möglichen Warnstreik entschieden.
Beim Online-Versandhändler Zalando in Erfurt arbeiten laut Verdi rund 2.500 Beschäftigte, die im ersten Schritt von einem Tarifvertrag profitieren würden. Hinzu kommen Leiharbeiter.
Zalando: branchenübliche Vergütung
Zalando antwortete auf Nachfrage, man setze auf eine vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit den Betriebsräten und Mitarbeitendenvertretungen. "In unserer Zusammenarbeit mit den Betriebsräten liegt der gemeinsame Fokus stets darauf, das Arbeitsumfeld und die Arbeitsbedingungen vor Ort für alle Beschäftigten zu gestalten und weiter zu verbessern."
Das Unternehmen orientiere sich eigenen Angaben nach in den Logistikzentren an branchenüblichen Vergütungen für Logistiktätigkeiten.
Linke-Fraktion: Tarifflucht ist kein Geschäftsmodell
Die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag zeigte sich solidarisch mit den Zalando-Beschäftigten. Tarifflucht ist kein Geschäftsmodell, sagte Lena Saniye Güngör, gewerkschafts- und arbeitspolitische Sprecherin der Fraktion. Das Verhalten des Versandhändlers sei ein Angriff auf die Rechte von Beschäftigten.
MDR (dki/fno)
Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 03. April 2025 | 08:30 Uhr
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