Unterbrechung Wieder Spannstahl in Carolabrücke gebrochen - Schifffahrt ruht
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28. Februar 2025, 18:41 Uhr
An der Carolabrücke hat es in der Nacht zu Donnerstag einen weiteren Spannstahlbruch gegeben - dieses Mal im Bereich über dem Elbpfeiler auf der Altstädter Seite, auf der sogenannten C-Achse. Deshalb sei die Schifffahrt wieder für 72 Stunden ausgesetzt worden, teilte die Stadtverwaltung Dresden mit.
Schifffahrt 72 Stunden lang unterbrochen
Wenn bis Sonntagabend kein weiterer Bruch verzeichnet werde, können einzelne kontrollierte Durchfahrten wieder zugelassen werden. Dazu sei die Stadtverwaltung im Austausch mit dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe. Bereits am 19. Februar hatten Schallsensoren Alarm geschlagen und einen Spanndrahtbruch gemessen. Auch damals war die Durchfahrt für Schiffe unterbrochen worden.
Seit Ende Januar konnten angemeldete Binnenschiffe einzeln unter der teileingestürzten Brücke hindurchfahren.
Was reißt denn im Brückenteil?
- Die Brüche werden von einer sogenannten Spannungsrisskorrosion ausgelöst, die auch als Hauptursache für den Einsturz des Brückenzugs C im September 2024 gilt.
- Im Beton der Brücke sind viele Spannstahlglieder verbaut worden. Wenn zu viele davon ihnen reißen, wirkt sich das auf die Tragfähigkeit aus.
Carolabrücke wird abgerissen
Anfang der Woche hatte die Stadt Dresden bekanntgegeben, dass sie eine Firma mit dem Abriss der noch stehenden Teile der Carolabrücke beauftragt habe. Das Unternehmen soll die Brückenzüge A und B abreißen.
MDR (kk)
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 28. Februar 2025 | 15:30 Uhr