Nach Verzögerung Sanierungsarbeiten im Lutherhaus Wittenberg beginnen
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13. Januar 2025, 15:54 Uhr
Fast ein Jahr später als geplant beginnen im Januar die Bauarbeiten im Lutherhaus in Wittenberg. Das Museum im einstigen Wohnhaus Martin Luthers wird energetisch saniert und erhält eine neue Dauerausstellung. Das Vorhaben kostet knapp 16 Millionen Euro. Eröffnet werden soll der neue Museumskomplex im Frühjahr 2027. Er soll künftig mehr Touristen nach Sachsen-Anhalt locken.
- Nach langer Verzögerung beginnen die Sanierungsarbeiten im Lutherhaus Wittenberg.
- Das Museum erhält auch eine neue Dauerausstellung, die 2027 eröffnen soll.
- Das Lutherhaus ist nach eigenen Angaben das größte Reformationsmuseum der Welt.
Ziel der energetischen Sanierung ist nach Angaben der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt ein stabiles Raumklima im Lutherhaus zu schaffen, die historischen Objekte besser zu schützen und die Energiekosten zu senken. Außerdem soll die Barrierefreiheit in der denkmalgeschützten Anlage verbessert und der Eingangsbereich durch die Neugestaltung attraktiver werden. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf insgesamt 15,6 Millionen Euro und werden vom Land Sachsen-Anhalt und vom Bund getragen.
Neue Dauerausstellung im Lutherhaus Wittenberg
Das Lutherhaus ist für die Öffentlichkeit bereits seit rund einem Jahr geschlossen. Eigentlich sollten die Sanierunsarbeiten schon 2025 beendet sein, doch die Vorarbeiten dauerten länger als geplant. Parallel zu den Bauarbeiten wird nun auch die Dauerausstellung überarbeitet.
"In der Zeit, in der gebaut wird, sitzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler [...] daran, eine neue Dauerausstellung zu generieren", sagte Stiftungsvorstand Thomas T. Müller im Gespräch mit MDR KULTUR. Die neue Ausstellung solle noch einmal deutlich erweitert werden und auf drei Etagen neben dem Reformator und seinem Werk etwa auch das ganz besondere Verhältnis zu seiner Frau Katharina von Bora beleuchten. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Im Lutherhaus in Wittenberg beginnen im Januar die lange geplanten Baumaßnahmen zur energetischen Sanierung des Museumskomplexes. Wie die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Montag mitteilte, werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Mitte 2026 dauern.
Luthers Wohnhaus soll erlebbar werden
Das ehemalige Wohnhaus Martin Luthers (1483 - 1546) zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier lebte der Reformator 35 Jahre lang mit seiner Familie, verfasste seine 95 Thesen, hielt Vorlesungen vor Studenten aus ganz Europa und entwickelte seine reformatorischen Ideen.
Ein Anliegen der umfassenden Sanierungsarbeiten ist laut Stiftung, das Lutherhaus "vollständig erlebbar" und zum "zentralen Ausstellungsobjekt der neuen Dauerausstellung" zu machen. Bis zu deren Eröffnung 2027 kann die Sonderausstellung "Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformator" im angrenzenden Augusteum besucht werden.
Quelle: MDR KULTUR (Sandra Meyer), Pressemitteilung Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Redaktionelle Bearbeitung: lig
Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 14. Januar 2025 | 08:10 Uhr