Rund 1.000 Menschen beim Protest Demonstration für Erhalt der Klinik in Schleiz

22. Februar 2020, 13:33 Uhr

Etwa 1.000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstag in Schleiz für den Erhalt des Kreiskrankenhauses demonstriert. Am Freitag war dort die einzige Geburtsstation im Saale-Orla-Kreis geschlossen worden.

Sie kamen im Arzt- und Schwesternkittel, mit Kinderwagen und Plakaten. Vom Schleizer Neumarkt zogen sie zum Krankenhaus, das zum Kreiskrankenhaus Greiz gehört, und legten dort eine Schweigeminute ein. Unter den Demonstranten waren Krankenhausmitarbeiter, Hebammen, Rettungsdienst-Mitarbeiter, Feuerwehrleute, Landrat Thomas Fügmann (CDU) und Bürgermeister Marko Bias (CDU). Sie forderten, die Geburtsstation wieder zu öffnen. Das Krankenhaus solle in seiner bisherigen Form mit Gynäkologie, Notaufnahme, Intensivstation und Chirurgie bestehen bleiben. Nur so könne die medizinische Versorgung im drittgrößten Landkreis Thüringens gewährleistet bleiben. Intensivstation und Chirurgie waren zuletzt als potentiell bedroht genannt worden.

Forderungen an Kreis Greiz

Die Demonstranten forderten die Verantwortlichen des Krankenhauses in Greiz auf, Fakten und Zahlen auf den Tisch zu legen, wie es in Schleiz weitergeht. Vom Landkreis Greiz als Träger des Krankenhauses verlangten sie Klarheit über den Fortgang. Die Klinik in Schleiz - so die Demonstranten - dürfe nicht für den Erhalt des Krankenhauses in Greiz geopfert werden. Zu dem Protest aufgerufen hatten frühere Ärzte und Schwestern der Klinik und des Rettungsdienstes.

Die Klinik gehört zur Krankenhaus Greiz GmbH, die aktuell finanziell angeschlagen ist. Deren Aufsichtsratsvorsitzende und Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) verwies auf eine schwierige Personalsituation. Sie hat Auskunft über ein Sanierungskonzept für die Krankenhäuser angekündigt, zu dem aber noch nichts Näheres bekannt ist.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | Thüringen Journal | 22. Februar 2020 | 19:00 Uhr

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