Collage Aprilscherze in Sachsen 2025
Eine Heißluftballon-Staffel über der Elbe oder ein buntes Einheits-Völkerschlachtdenkmal in Leipzig: Bei den diesjährigen Aprilscherzen in Sachsen ging es vor allem Verrücktheiten rund um Sehenswürdigkeiten. Bildrechte: Polizei Sachsen & Michael Fischer-Art

Heißluft, U-Bahn, Fernsehturm Da wiehert selbst Pferd Elfriede: Das waren die besten Aprilscherze in Sachsen

02. April 2025, 16:55 Uhr

Eine Heißluftballon-Staffel über der Elbe, ein buntes Einheits-Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, eine U-Bahn für die Bergstadt Freiberg und Dresden sollte seinen Fernsehturm verlieren: Bei den diesjährigen Aprilscherzen in Sachsen ging es vor allem um verrückte Dinge, die mit Sehenswürdigkeiten passieren sollten. Aber auch eine berittene Feuerwehr, eine Schokoladenform und ein Kamel war unter den Scherzen.

  • Scherze zum ÖPNV gehen immer: So hat die Bergstadt Freiberg vorgeschlagen, eine U-Bahn zu bauen.
  • Weil auf der A4 immer so viel los ist, hatte die Stadt Wilsdruff die Idee, eine berittene Feuerwehrstaffel einzusetzen. Vorreiterin: Pferd Elfriede.
  • Tierisch, aber auch teuer war der Vorschlag einer Fraktion im Leipziger Stadtrat für das Jahrtausendfeld.

Mit dem Thüringer Drogenspürhuhn hat die Polizei Sachsen leider nicht mithalten können. Dennoch erreichten die Behörde nach eigenen Angaben viele Hinweise und Beschwerden, dass ihre Hubschrauber zu laut seien. Diese Kritik wollte sie sich zu Herzen nehmen und kündigte auf der Plattform X an, ab Herbst 2025 eine Heißluftballonstaffel einzuführen. Unter dem Motto "Im Einsatz, aber leise" beteiligte sie sich an der alljährlichen Aprilscherztradition in den sozialen Medien.

Eine U-Bahn für die Bergstadt Freiberg

Wenn die Schätze der Bergstadt Freiberg unter der Erde liegen, warum dann nicht auch deren Infrastruktur? Zum 1. April veröffentlichte die Wohnungsgenossenschaft Freiberg einen Beitrag auf Facebook, in dem sie den Bau eines U-Bahn-Netzes, unter dem Hashtag #UBFG 2030, in der Silberstadt ankündigte. Der Verkehr in Freiberg sei zu Stoßzeiten komplett überlastet, weshalb die U-Bahn eine notwendige, "nachhaltige, schnelle und leistungsfähige Verkehrslösung" böte.

Die unterirdische, effiziente und barrierefreie Erweiterung des Verkehrsnetzes würde die Menschen an die wichtigsten Punkte der Stadt transportieren und die Innenstadt in eine autofreie Zone verwandeln. Mit einem Ticketpreis von nur 50 Cent würde Freiberg "neue Maßstäbe in Sachen sozialverträglicher Mobilität" setzen.

Alle wollen den Dresdner Fernsehturm!

Auch MDR SACHSEN hatte sich einen Aprilscherz erlaubt: Am 1. April veröffentlichten wir die Nachricht, dass sich niemand in Dresden für die Belebung des Fernsehturms interessiere und das Geld für dessen Sanierung fehle. Daher solle er in Einzelteile zerlegt und an einen Ort transportiert werden, "wo man glücklich ist, ihn zu haben".

Daraufhin meldeten sich viele Interessenten über die MDR SACHSEN-App oder per Mail, um uns eine neue Heimat für den Fernsehturm vorzuschlagen. So wäre er in Görlitz, in Schöneck im Vogtland, in Wilsdruff oder im Erzgebirge willkommen. Schließlich gab es noch eine interessante Wendung: Die Kleinstadt Groitzsch im Landkreis Leipzig wollte den Dresdner Fernsehturm auf jeden Fall haben, und das Gasthaus "Auerbachs Keller" im nicht allzu weit entfernten Leipzig zog ein Gastro-Konzept für den Fernsehturm aus der Schreibtischschublade.

Eine junge Frau hinter einem Tresen in einem Café 2 min
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MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Di 01.04.2025 16:10Uhr 02:07 min

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Stadt Wilsdruff: "Elfriede" im Feuerwehreinsatz

In Wilsdruff bei Dresden hieß es als Aprilscherz, dass die Ortsfeuerwehr die erste berittene Feuerwehrstaffel aufstellt. Das Einsatzpferd "Elfriede" sollte als Unterstützung für die Einsatzfahrzeuge besonders bei Wald- und Vegetationsbränden eingesetzt werden. "Gerade auch aufgrund unserer zahlreichen Einsätze auf der A4 und der oftmals fehlenden Rettungsgassen, haben wir mit Elfriede die Möglichkeit auch durch schmale Lücken schnell zum Einsatzort vorzustoßen", teilte Ortswehrleiter Daniel Quint dazu mit.

Kunst zur Einheit am Völkerschlachtdenkmal

Der Bornaer Künstler Michael Fischer-Art hatte in den sozialen Medien angekündigt, das Leipziger Völkerschlachtdenkmal zu einem farbenfrohen Zeichen für "Demokratie, Zivilcourage und den Mut zum Umbruch" zu gestalten. Das ohnehin ein bisschen leerstehende "Völki" sollte in neuen Farben erstrahlen. So würde ein Denkmal "für den Sieg der Gewaltlosigkeit" am selben Ort errichtet, an dem ein Denkmal für eine Schlacht erbaut wurde. Das würde Platz sparen und gleich doppelt wirken, so der Künstler. Den Social Media-Posts fügte der Fischer-Art Fotos hinzu, auf denen er - mit Pinseln in der Hand - vor einem bunt bemalten Völkerschlachtdenkmal posiert.

Entsprechende Unterstützung habe er von anonymen und unabhängigen Initiativen und einem heimlichen Fan im Denkmalschutzamt erhalten.

Ein Kamel fürs Jahrtausendfeld in Plagwitz

Die SPD-Fraktion im Stadtrat Leipzig hat verkündet, das man einen neuen Gestaltungswettbewerb für das Jahrtausendfeld in Plagwitz ausrufen möchte: So weit, so gut. Aber sie will den Wettbewerb für eine vergoldete Kamel-Statue, in Erinnerung an die frühere Nutzung der Brachfläche durch einen Zirkus und als Symbol für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Hochbau in Leipzig. Ja, und das ganze solle dann der Bund von den 500 Milliarden Euro Sondervermögen bezahlen.

Ein Kamel trinkt Wasser aus einer Flasche.
Eine erfrischende Idee zum 1. April hatte die SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat: Auf dem Jahrtausendfeld in Plagwitz sollte eine vergoldete Kamel-Statue seinen Platz finden. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / robertharding

Schokoform und Unterwasser-Dart in der Region Leipzig

In Delitzsch wurde ein angeblich spektakulärer Fund im Wallgraben gemeldet. Bei den aktuellen Sanierungsarbeiten, so hieß es von der Stadt, hätten Bauarbeiter eine alte Metallform für Tafelschokolade entdeckt: Mit den Initialen A&K für die Delitzscher Hersteller Albert Böhme und Karl Hommel sowie der Jahreszahl 1822. Wenn das gestimmt hätte, dann wäre diese die älteste Schokoladenform der Welt gewesen.

Am Störmthaler See in Großpösna wiederum sollte die erste Unterwasser-Dart-Weltmeisterschaft stattfinden - mit Walgesängen als Einlaufmusik für die Sportler und ganz speziellen Dartpfeilen mit Flossen.

MDR (sme/boris)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus den Studios Leipzig, Chemnitz, Bautzen und Dresden | 01. April 2025 | 16:30 Uhr

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