Schleuse mit Passagierschiff am Merkkleeberger See
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Überschwemmung befürchtet Landkreis Leipzig sperrt Markkleeberger und Störmthaler See

26. März 2021, 18:03 Uhr

Der Markkleeberger und der Störmthaler See sowie die Schleuse sind seit Freitag komplett gesperrt. Grund seien kritische Veränderungen an den Böschungen, teilte das Landratsamt in Borna mit. Auch das Fundament der Schleuse könne betroffen sein. Die Schleuse sei die einzige Barriere zwischen beiden Seen. Bei einem Versagen, könnten Teile von Markkleeberg und Leipzig überschwemmt werden. Damit wären Tausende Menschen bedroht.

Experten der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) haben bei einer planmäßigen Besichtigung Schäden an der Böschung und Risse an der Kanuschleuse entdeckt. Die Schleuse ist die Verbindung und die einzige Barriere zwischen beiden Tagebauseen. Würde die Schleuse versagen, gibt es keine Möglichkeit das Wasser zu stoppen. In der Folge, so beschreiben es Experten der LMBV, könnten sich starke Wellen aufbauen, die wiederum weite Teile von Markkleeberg und Leipzig überschwemmen würden. Betroffen seien Tausende Einwohner der beiden Städte. Auch materiell würde ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstehen.

Bis Ende Mai sind die beiden Seen und die Schleuse gesperrt. Wie das Landratsamt in Borna mitteilte, sind sämtliche Bootsfahrten, Baden, Tauchen oder auch Angeln verboten.

Zur Sicherung will die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, als verantwortlicher Bergbausanierer, zusätzliche Querbauwerke oberhalb und unterhalb der Schleuse in den Kanal einbauen. Wie es zu den Schäden gekommen ist, müssten weitere Untersuchungen zeigen, hieß es weiter.

Hintergrund

Störmthaler und Markkleeberger See sind aus dem Braunkohletagebau entstanden und künstlich geflutet worden. Der gut sieben Quadratkilometer große Störmthaler See enthält etwa 158 Millionen Kubikmeter Wasser. Der mit etwa 2,5 Quadratkilometer kleinere Markkleeberger See umfasst rund 65 Millionen Kubikmeter. Der etwa 850 Meter lange Störmthaler Kanal verbindet die Seen, die betroffene Kanuparkschleuse gleicht die Differenz von vier Metern bei der Wasserspiegelhöhe der Gewässer aus.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 26. März 2021 | 07:30 Uhr

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