Untersuchung Absturz von DHL-Flugzeug aus Leipzig: Keine Anzeichen für Terrorismus
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03. April 2025, 04:00 Uhr
Vor reichlich vier Monaten war ein aus Leipzig kommendes Frachtflugzeug in Litauen abgestürzt. Jetzt haben die dortigen Behörden einen 30 Seiten langen Zwischenbericht zu ihren Untersuchungen vorgestellt. Demnach seien keine Anzeichen für unrechtmäßige Eingriffe oder Terrorismus festgestellt worden, sagte Justizminister Rimantas Mockus auf einer Pressekonferenz in Vilnius. Die Ermittlungen liefen weiter. Ziel sei es, den Abschlussbericht so schnell wie möglich vorzulegen.
Die wichtigste Botschaft ist, dass keine Anzeichen für unrechtmäßige Eingriffe oder Terrorismus festgestellt wurden.
Ein Toter und Verletzte bei Absturz
Eine Maschine der spanischen Gesellschaft Swiftair, die im Auftrag von DHL von Leipzig nach Vilnius flog, war am Morgen des 25. November 2024 kurz vor der geplanten Landung in der Nähe des Flughafens Vilnius in ein Wohngebiet gestürzt und am Boden zerschellt. Dabei kam eines der vier Crewmitglieder ums Leben, die restliche Besatzung überlebte verletzt. Nach Angaben von Mockus handelte es sich um "eine der größten Flugzeugkatastrophen in der Geschichte des unabhängigen Litauens".
Ermittler gehen von menschlichem Versagen aus
Die Schlussfolgerungen im Zwischenbericht entsprechen den Einschätzungen, die auch die litauische Generalstaatsanwaltschaft in der vergangenen Woche öffentlich gemacht hatte. Den Angaben zufolge war ein Pilotenfehler für den Flugzeugabsturz verantwortlich. Demnach wurde das Unglück wahrscheinlich durch die Deaktivierung des Hydrauliksystems verursacht, das für das Ausfahren der Landeklappen zuständig ist.
MDR (sth/kk)/dpa
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 02. April 2025 | 19:00 Uhr