Ob Klassik oder Rock, mit lauten oder leisen Tönen, auf großen oder kleinen Bühnen, in lauen Sommernächten oder an verregneten Abenden – jeden letzten Donnerstag im Monat können sich Musikfreunde auf ein neues Konzert freuen.
Peter Iljitsch Tschaikowski gilt als nationale Kulturikone Russlands. Mit seinen Musiken zu "Schwanensee", "Dornröschen" und "Der Nussknacker" prägte er das klassische Ballett wie kaum ein anderer.
Der spanische Choreograf Cayetano Soto hat mit dem Leipziger Ballett ein Biopic inszeniert, in dem er sich assoziativ der Persönlichkeit des Komponisten aus verschiedenen Perspektiven nähert. Soto schafft mit seiner Choreografie einen verstörenden Blick auf einen Menschen, der die Zerrissenheit zwischen seiner Rolle in der "normalen" Welt und der dunklen Seite seiner Persönlichkeit kaum aushielt. Er musste sich mit dem eigenen zerstörerischen Potential arrangieren, um er selbst sein zu können. Dieser soziale Druck beherrschte sein ganzes Leben bis zu seinem tragischen Tod. Eine öffentliche Diskussion über sein Privatleben ist in seinem Heimatland seit fast hundert Jahren tabu.
Die choreografische Adaption beruht neben Musik aus allen auch auf Briefen und anderen Archivdokumenten aus dem Tschaikowski-Staatsmuseum in Klin, die erst 2009 veröffentlicht wurden. "Tschaikowski" ist ein Stück mitreißender Tanzkunst, das in seiner Kompromisslosigkeit polarisiert. Sowohl subtil als auch zupackend erfordert es von den Tanzenden technisches Geschick, Vorstellungskraft und Hingabe. Charakteristisch sind die vielen nuancierten Details und grotesken Adaptionen traditioneller Bewegungen, ausdrucksstarke Hände und Finger sowie komplexe, akrobatische Duette.
Der spanische Choreograf Cayetano Soto hat mit dem Leipziger Ballett ein Biopic inszeniert, in dem er sich assoziativ der Persönlichkeit des Komponisten aus verschiedenen Perspektiven nähert. Soto schafft mit seiner Choreografie einen verstörenden Blick auf einen Menschen, der die Zerrissenheit zwischen seiner Rolle in der "normalen" Welt und der dunklen Seite seiner Persönlichkeit kaum aushielt. Er musste sich mit dem eigenen zerstörerischen Potential arrangieren, um er selbst sein zu können. Dieser soziale Druck beherrschte sein ganzes Leben bis zu seinem tragischen Tod. Eine öffentliche Diskussion über sein Privatleben ist in seinem Heimatland seit fast hundert Jahren tabu.
Die choreografische Adaption beruht neben Musik aus allen auch auf Briefen und anderen Archivdokumenten aus dem Tschaikowski-Staatsmuseum in Klin, die erst 2009 veröffentlicht wurden. "Tschaikowski" ist ein Stück mitreißender Tanzkunst, das in seiner Kompromisslosigkeit polarisiert. Sowohl subtil als auch zupackend erfordert es von den Tanzenden technisches Geschick, Vorstellungskraft und Hingabe. Charakteristisch sind die vielen nuancierten Details und grotesken Adaptionen traditioneller Bewegungen, ausdrucksstarke Hände und Finger sowie komplexe, akrobatische Duette.
Mitwirkende
Leipziger Ballett
Gewandhausorchester
Dirigent: Christoph-Mathias Mueller
Leipziger Ballett
Gewandhausorchester
Dirigent: Christoph-Mathias Mueller
Anschrift
-
MDR-Fernsehen
04360 Leipzig