Klima Trotz starker Regenfälle: Grundwasserdürre in Sachsen hält an

25. Januar 2024, 11:49 Uhr

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Trotz der ergiebigen Regenfälle zwischen Oktober und Dezember bleibt die Grundwassersituation in Sachsen weiter angespannt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag in ihrer Bilanz für das vergangene Jahr mitteilten, gab es zwar eine Entlastung, aber keine nachhaltige Entspannung. Der viele Regen habe nicht ausgereicht, den Wasserhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen.

Ein Mann misst den Grundwasserstand und liest dazu Daten wie z.B. die Ganglinie des Grundwassers aus
Die Grundwassersituation in Sachsen hat sich im vergangenen Jahr zwar etwas verbessert, bleibt aber angespannt. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance / Christoph Schmidt/dpa | Christoph Schmidt

Weiter Dürresituation

Im vergangenen Jahr habe erneut eine flächendeckende Grundwasserdürre mit Tiefständen im September und Oktober geherrscht, so das Landesamt. Überdurchschnittlich hohe Niederschläge in den folgenden Monaten hätten dann zu einer Wiederauffüllung des Grundwassers geführt. "Wie nachhaltig das sein wird, hängt vom weiteren Witterungsverlauf ab", hieß es.

Klimawandel ist Hauptgrund

Im Vergleich zur Referenzperiode für das Klima - als Basis gelten die Jahre 1961 bis 1990 - wird das Jahr 2023 mit plus 2,3 Grad als "extrem zu warm" eingestuft. Es war zugleich das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 in Sachsen.

Was ist eine Referenzperiode? Gemäß den Empfehlungen der Weltorganisation für Meteorologie ist es üblich, zur Erfassung des Klimas und seiner Änderungen Mittelwerte über einen Zeitraum von 30 Jahren zu bilden, um den Einfluss der natürlichen Schwankungen aus der statistischen Betrachtung des Klimas auszuklammern. Deutscher Wetterdienst

MDR (ben)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 25. Januar 2024 | 19:00 Uhr

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